ALPEN                                                                                                                                                        VERGRIFFEN

                                                                                            

Auszug aus dem Buch....

 

Die Eroberung des Abstands

 

Die Alpen werden bewohnt, bewundert, benutzt. Sie sind Heimat, Urlaubsort,  Projektionsfläche. Sie sind erhaben, entdeckt, überladen. Jeder Hang ist vermessen und jeder Gipfel erobert. Und doch finden sich immer wieder 

Wege, sie neu zu sehen. Einmal. Noch einmal. Immer wieder.

 

…….Hannibal, Goethe, Caspar David Friedrich (obwohl dieser nie einen Fuß in die Alpen gesetzt hat). Die Engländer, E. T . Compton. Der Zauberberg, Heidi, Der Berg ruft. Die Moderne, der Massentourismus, die Ökologisierung.

Das sind im Wesentlichen die Koordinaten, in denen wir uns bis heute bewegen, wenn es um die Frage geht, wie und warum wir die Alpen so betrachten, wahrnehmen und bewerten, wie wir sie betrachten, wahrnehmen und bewerten. Es sind auch die Referenzpunkte, zwischen denen sich das Genre der alpinen Naturfotografie noch immer bewegt,

gewollt oder nicht gewollt. Das meiste davon erstarrt in Schönheit und Opulenz, erzählerisch sind die meisten Bilder auf einem Stand irgendwo zwischen Caspar David Friedrich und Luis Trenker.

 

Dabei ist die Geschichte der Wahrnehmung der Alpen keineswegs statisch. Sie hat sich im Laufe der Zeit geradezu dramatisch verändert……………..

            

192 Seiten,   98 Photographien in Duotone

 

Alle Photos von Peter Mathis.     Texte von Jan Kirsten Biener & Peter Mathis       Herausgeber: PRESTEL Verlag